5 Gründe, warum Sie die Verantwortung übernehmen sollen

Verantwortung übernehmen

„Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst.

Dante Alighieri(1265 – 1321), italienischer Dichter und Philosoph;

 

Verantwortung übernehmen ist ein Thema, über das die meisten Menschen irgendwann einmal stolpern, wenn sie sich auf den Weg zur persönlichen Entfaltung und Zielsetzung machen.

Auch in meiner täglichen Praxis kommt dieses Thema irgendwann einmal zur Sprache. Verantwortung übernehmen ist einfach eines der essentiellen Dinge, die ein Mensch tun muss, um seine Persönlichkeit weiter zu entwickeln und in eine positive Richtung zu lenken.

Und damit ist die Verantwortung für alle Dinge, Menschen, Umstände und Erfahrungen gemeint, die einem in seinem Leben widerfahren.

Dies ist nicht leicht zu akzeptieren, das weiß ich.

Oftmals erhalte ich empörte E-Mails, Anrufe oder persönliche Antworten, wenn ich bei meinen Kunden das Thema Verantwortung anspreche: „Ich bin doch nicht daran schuld, wenn … mein Partner mich betrogen hat … mein Hund den Nachbarn gebissen hat … ich nicht genug Geld verdiene, um mir das leisten zu können … oder … als Kind von meiner Mutter schlecht behandelt wurde …!“.

Diese Liste ließe sich noch unendlich vorführen und je negativer die Erfahrung sind, die gemacht wurden, desto schlimmer ist die Aussage für denjenigen, dass er dafür die Verantwortung übernehmen soll.

Trotzdem ist dies ein unerlässlicher Schritt.

Deshalb möchte ich hier einmal die 5 Gründe näher beleuchten, warum es so wichtig ist, die Verantwortung zu übernehmen:

 

Grund 1: Verantwortung hat nichts mit Schuld zu tun.

 

Wir sind zwar für unser Leben verantwortlich, aber nicht schuld daran, wenn etwas Schlimmes/Negatives passiert.

In unserem heutigen Verständnis wird der Begriff „Verantwortung“ sofort mit „Schuld“ oder „Verursachung“ gleichgesetzt. Dies ist jedoch nicht so.

In vielen Fällen können wir nicht verhindern, dass etwas Schlimmes passiert. Einen Schicksalsschlag haben wir ganz sicher nicht bewusst „herbeigewünscht“ oder „herbeigedacht“.

Ob sich nun unsere Seele für die eine oder andere Erfahrung entschieden hat, um sich weiterentwickeln zu können, steht auf einem anderen Blatt und sollte in einem anderen Rahmen diskutiert werden.

Bewusst wünscht sich jedoch niemand eine negative Erfahrung oder einen Schicksalsschlag.

Betrachten wir zunächst einmal das Wort Schuld:

Das Wort Schuld bezeichnet die Störung der Gerechtigkeit, die bewusst verletzt wurde. Wir haben also Schuld auf uns geladen, wenn wir bewusst etwas getan haben, das jemanden (auch uns selbst) verletzt. Dabei ist es gleich, ob wir es tatsächlich vorsätzlich getan haben oder es uns erst im Nachhinein bewusst wurde.

Schuld ist also ein Verstoß gegen das eigene Gewissen.

Schon allein deshalb sind wir nicht an allen Ereignissen in unserem Leben schuld.

Vielleicht haben wir nicht immer die richtige Entscheidung getroffen, vielleicht hatten wir aber auch nur Pech und unser Weg wurde durch ein schlimmes Ereignis gekreuzt.

Die Schuld beschäftigt sich mit etwas Geschehenem, sie befasst sich damit, wer zu bestrafen ist.

Verantwortung übernehmen heißt aber nicht die Schuld zu übernehmen und die Bestrafung dafür zu akzeptieren.

Durch Verantwortung übernehmen wir die Pflicht mit den Ereignissen umzugehen, bevor oder nachdem sie geschehen sind.

Jede Tat, jede unserer Entscheidungen hat Konsequenzen.

Wir müssen stets mit unseren Entscheidungen leben, die Konsequenzen annehmen und mit ihnen umgehen. Auch wenn wir eine Verantwortung verweigern, übernehmen wir eine, und zwar die des Verweigerns.

Die Verantwortung zu übernehmen ist ähnlich wie bei einem Chef, der die Aufgaben an seine Mitarbeiter verteilt. Der Chef ist dafür verantwortlich, dass die Aufgaben erledigt werden. Er sorgt dafür, dass jeder einzelne Mitarbeiter seine Aufgabe so gut wie möglich erfüllen kann.

Trotzdem ist er nicht schuld, wenn einer die Mitarbeiter seine Aufgabe nicht erfüllt.

Er trägt aber die Verantwortung und muss dafür sorgen, dass eventuelle Fehler wieder korrigiert werden und aus den Fehlern gelernt wird, damit diese zukünftig vermieden werden.

Wenn der Chef seine Verantwortung nicht übernimmt, kann keiner der Mitarbeiter mehr seine Arbeit richtig ausführen und es kommt zu keinem Wachstum.

Genauso wie der Chef haben wir die Verantwortung aus jedem unserer Mitarbeiter, seien es unsere Gedanken, unser Unterbewusstsein, unsere Glaubenssätze usw. das Beste herauszuholen, Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren und daraus zu lernen.

Nur so kann unser kleines Unternehmen, nämlich wir selbst, stetig wachsen und gedeihen.

 

Grund 2: Nur wer die Verantwortung übernimmt, kann etwas in seinem Leben verändern.

 

Wenn wir uns ungerecht, unfair oder schlecht behandelt fühlen (ob von jemand anderem, einer Situation oder einfach vom Leben selbst) und nicht die Verantwortungen über diese Situation übernehmen, ändert sich dadurch die Lage ja nicht. Wir entkommen damit weder der montanen Lage, noch den Konsequenzen, die sich daraus ergeben.

Vielmehr verlieren wir dadurch nach und nach die Kontrolle über uns und unser Leben und wir verweigern uns zunehmend die Möglichkeit, etwas zu verändern.

Wenn wir zum Beispiel vom Arbeitgeber ungerecht behandelt, schlecht bezahlt und ausgenutzt werden, wird sich daran nichts ändern, nur weil wir erkannt haben, dass die Schuld den Arbeitgeber und nicht uns trifft.

Wenn wir die Verantwortung für diese Situation bewusst übernehmen, nehmen wir die Situation in die Hand und können ihn beispielsweise zu Rede stellen, ihm klarmachen, dass wir mehr für unsere Arbeit verdient haben oder eine andere Arbeit suchen und kündigen.

Auch wenn wir selbst eine falsche Entscheidung getroffen haben, zum Beispiel jemanden ungerecht behandelt haben und nun unter Schuldgefühlen leiden, wird sich durch diese Erkenntnis nichts ändern.

Erst wenn wir Verantwortung übernehmen, unseren Fehler einsehen und anfangen konstruktiv an uns zu arbeiten, können wir etwas ändern.

Genau in diesem Moment, in dem wir die Verantwortung übernehmen und unser Leben wieder selbst in die Hand nehmen, sind wir der Situation nicht mehr hilflos ausgeliefert.

Nur wenn wir das Risiko eingehen, dass unser Handeln auch schief gehen kann, können wir unsere Situation zum Guten wenden – das ist Verantwortung.

Also können wir an unserer Situation nur etwas ändern, wenn wir die Verantwortung übernehmen.

Grund 3: Wenn wir die Verantwortung nicht übernehmen, geben wir sie jemandem oder etwas anderem:

 

den Eltern, dem Chef, dem Partner, der schlechten finanziellen Lage usw.

Ach, wie gerne übernehmen wir die Opferrolle und schieben jemandem anderem die Schuld zu.

Es ist ja so viel leichter, jemandem oder etwas anderem die Schuld für unsere Situation in die Schuhe zu schieben, denn dann haben wir das Gefühl, nicht verantwortlich zu sein.

Es ist beispielsweise sehr viel einfacher, dem ungerechten Arbeitgeber oder Chef die Schuld für unser schlechtes Leben geben, statt sich einzugestehen, dass wir selbst die Situation in die Hand nehmen und das Leben verändern können.

Beispielsweise können wir uns eine neue Arbeitsstelle suchen oder bei unserer bestehenden Arbeitsstelle etwas verändern.

Solange wir aber unserem Arbeitgeber oder Chef die Schuld geben können, können wir alle unsere Probleme auf ihn beziehen und es erscheint erst einmal als die leichtere, bequemere Lösung.

Doch der einfache Weg ist bekanntermaßen meist der falsche.

Wenn wir nicht einsehen, dass wir uns selbst zum Opfer und jemand anderen zum Täter machen, dann machen wir uns keineswegs das Leben leichter, insbesondere langfristig.

Wir verharren nur in der unerwünschten Situation und können bzw. wollen nichts daran ändern.

Wenn wir aber die eigene Verantwortung übernehmen, entkommen wir der Opferrolle und sehen schließlich, dass nur wir selbst unser Leben verändern können.

 

Grund 4: Verantwortung gibt Entscheidungsfreiheit

In dem Moment, in dem wir die Verantwortung für unsere eigene Situation, Stimmung, Gedanken und Gefühle übernehmen und dies unabhängig von der momentanen finanziellen, gesundheitlichen, beruflichen und persönlichen Lage tun, haben wir die Entscheidung, welche Gedanken, und Gefühle wir haben möchten.

Unabhängig davon, wen die Schuld trifft oder nicht, wir müssen in jeder Situation die Verantwortung übernehmen, um unser Leben in die Hand zu nehmen. Das bedeutet unsere Gefühle und Gedanken selbstbewusst zu lenken.

Wir müssen einsehen, dass wir selbst stets unsere Gefühle und Gedanken bestimmen können, unabhängig von der jetzigen Lage, unabhängig von der gesundheitlichen, finanziellen, persönlichen oder beruflichen Lage.

Erst wenn wir die volle Verantwortung über unser seelisches Befinden und unser Glück übernehmen, können wir unser Leben verändern und es mit der Kraft der Gedanken in ein erfolgreiches und glückliches wandeln.

Wie Epiktet vor etwa 2000 Jahren einmal sagte:

„Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen, die wir von den Dingen haben.“

Wenn wir schlecht gelaunt sind, liegt es nicht daran, dass beispielsweise unser Partner wieder missachtet hat, was wir schon so oft besprochen haben, sondern daran, dass wir uns entscheiden schlecht gelaunt zu sein, evtl. um ihn für sein Verhalten zu bestrafen.

Wir könnten aber auch die Verantwortung übernehmen und lernen, nicht schlecht gelaunt zu sein, sondern einen anderen Weg finden, mit der Situation umzugehen.

Wenn wir unzufrieden sind, schaden wir uns ja letztendlich nur selbst.

Und genauso ist es mit allen anderen Gefühlen und Gedanken.

Wir erzeugen sie, und nur wir sind dazu in der Lage.

Also sind wir auch in der Lage andere Gefühle und Gedanken zu erzeugen und folglich zufriedener, hoffnungsvoller und glücklicher zu werden.

Wenn wir Verantwortung übernehmen, sind wir selbst Herr unseres Lebens und nicht mehr so abhängig von anderen Menschen und deren Meinungen.


Grund 5: In dem Moment, in dem ich mich für neue positive Gedanken, Stimmungen, Gefühle entscheide, entscheide ich mich für ein neues Leben.

 

Wenn wir lernen Verantwortung zu übernehmen, nehmen wir Handlungen und Meinungen bzw. Ablehnung nicht mehr persönlich, stehen zu unserem Handeln und können somit auch Fehler eingestehen.

Folglich wächst nicht nur unser Selbstvertrauen, wir können auch jede Situation, jede Lage in eine positive verändern.

Ab dem Moment, an dem wir anfangen die Kraft der Gedanken bewusst zu nutzen und positiv zu denken und zu fühlen, entscheiden wir uns dafür ein neues Leben.

Wenn wir die Verantwortungen des Lebens bewusst übernehmen, kann nichts uns für eine lange Zeit runterziehen.

Wir werden mit der Zeit immer besser lernen, das Positive in den Dingen zu sehen, anstatt an ihnen zu verzweifeln.

Wenn der Arbeitgeber ungerecht ist, werden wir uns nicht mehr darüber ärgern, sondern sehen, dass es an der Zeit ist, etwas zu ändern, etwas Neues zu probieren.

Jedes Erfolgserlebnis wird uns darin verstärken, Verantwortung zu übernehmen und die Kraft der Gedanken zu nutzen.

Das positive Denken stärkt auch die geistigen Fähigkeiten. Wer sich nicht hinter Ängsten versteckt, hat mehr Raum, um klarer sehen oder besser hören zu können, wird kreativer und kann sich mehr merken.

Außerdem wirkt sich eine positive Stimmung ja bekanntermaßen auch auf den Körper aus und es ist mittlerweile oft belegt worden, dass ein gesunder Geist das körperliche Empfinden enorm beeinflusst.

Nur wer positiv denkt und fühlt, kann etwas erreichen, was unmöglich scheint und unsere Welt hat sich nur dadurch zu dem entwickelt, was sie ist, weil es Menschen gab, die dran geglaubt haben, das unmögliche zu schaffen.

Und auch wir können das schaffen, was uns heute vielleicht unmöglich scheint, wenn wir es nur wollen und dran glauben.

Wenn wir anfangen uns für unsere Taten, Gefühle, Entscheidungen und Gedanken verantwortlich zu fühlen, werden wir von Tag zu Tag selbstbewusster, lernen immer mehr zu uns zu stehen und mit Ablehnung sowie Misserfolgen umzugehen und werden somit stetig stärker und lernen die Kraft der Gedanken zu nutzen.

Wenn wir positiv denken, kann uns nichts beirren, unsere geistigen Fähigkeiten erweitern sich, unsere Gesundheit steigt und wir können aus jeder Lage etwas gewinnen.

Unser Leben wird von Tag zu Tag leichter und schöner.

Warum fällt es Ihnen so schwer Verantwortung zu übernehmen?

In diesem Sinne wünsch ich eine spannende Entdeckungstour zu Ihrem Inneren!

Von Herzen

 

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